Reviews, Interviews, Konzertberichte ...

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+ Konzertbericht "Filter" 08.02.2003
+ Konzertbericht "Love and Peace Festival" / OUTKNOCKED
+ Konzertbericht "Cafe Marat" 28.03.2003 / OUTKNOCKED
+ Konzertbericht "Cafe Marat" 28.03.2003 / SOUTHSPACE

CONGRATULATION
OX-Fanzine

Niederbayern scheint mir das optimale Pflaster für eigenständige Ska(punk)mucke zu sein. Nach KING BANANA, SCRAPY, DISABILITY und PIPEDREAM reihen sich THE BABOONZ mit ein, die für meine Begriffe schon mal den Titel "Bestes Plattencover 2001" einheimsen können. Eine Beschreibung erspare ich mir jetzt, denn schließlich sollt ihr euch selbst ein Exemplar sichern, denn neben dem Cover-Artwork haben die acht jungen Musiker sechs phantastische Songs auf ihrem Debüt veröffentlicht.
Zugegeben, ganz astrein und sauber ist das alles längst noch nicht, was vor allem am etwas verwässerten Gebläse liegt. Die Arrangements der Songs sind jedoch gelungen und es macht Spaß "Congratulations" in Rotation laufen zu lassen.
THE BABOONZ erinnern mich etwas an sehr gemäßigte MONSTER aus Schweden, als sie noch nicht auf Burning Heart waren, einem Schuß Oi! gekreuzt mit SPECIALS und etwas düsteren SICK OF INTOLERANCE-Passagen. Ein cooler, eigenständiger und einfallsreicher Einstand!

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CONGRATULATION
Plastic Bomb

THE BABOONZ spielen eine Mischung aus Ska und Punk und Rock'n'Roll, und das machen sie sehr gut, auch wenn sie gottverdammte Niederbayern sind. Acht Leute im Alter von 16 bis 24 spielen hier mit und man hört deutlich heraus, dass sie es musikalisch voll drauf haben. Das Upbeat-tempo ist voll fett instrumentiert und auch die Songs als solche haben einen verdammt hohen Tanz-Faktor. Hut ab, feine Band!
Let's go bowling, sage ich da nur!

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TAKE WARNING
Bizarre

Mit "Take Warning" liefern THE BABOONZ, aus den Tiefen Bayerns, ihren ersten Longplayer ab. Die Bezeichnung ist durch die Spielzeit von 51:01 Minuten durchaus verdient. Nachdem die 1998 gegründete Band zunächst 2001 in Eigenregie die 6-Song EP "Congratulations" veröffentlichte, erscheint nun "Take Warning" auf Black Butcher Rec. und dem Punklabel Aggressive Noise.
So liegt die Musik der BABOONZ auch zwischen Ska und Punk, wobei wohl der Ausdruck Streetska am Besten passt. Schon der erste Track "My evil friend Ed" zeigt, dass es die acht Musiker verstehen, Offbeats und Bläsereinsatz mit punktypischem Singalong zu verbinden. Die zwei Gitarren spielen nicht nur treibende Offbeats, sondern kommen auch mal verzerrt zum Einsatz.
Der Sound der BABOONZ wird neben der Rhytmussektion vor allem durch den klassischen Bläsersatz (Trompete, Saxophon und Posaune) bestimmt. Natürlich geht es auch mal ruhiger zu, wie bei "That night". Hier wird Sänger Waste durch klassischen Frauengesang unterstützt. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch eine gute Idee.
Die meisten Tracks punkten durch temporeiche Passagen, aber auch eher traditonelle Songs fehlen nicht. Technisch gibt es zwar noch das ein oder andere zu verbessern, aber mit "Take Warning" haben THE BABOONZ ein eigenständiges Album produziert, dass sich im Ska-Dschungel behaupten kann.
10 Punkte (von max. 15)

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TAKE WARNING
Southspace

Niederbayern-Festspiele, dritter Teil: Nachdem Cashless und Hard Attack vor kurzem mit Ihren CD's bei uns Furore machten, gesellen sich nun The Baboonz aus Pfarrkirchen dazu, schon unglaublich, was diese Gegend an hörenswerten Bands hervorbringt.
Thematisch bewegen sich The Baboonz eher in Ska-Gefilden, haben aber auch keine Probleme, mal heftig aufs Gas zu drücken und einigen Songs mit der verzerrten Gitarre zu Leibe zu rücken, aber halt alles zu seiner Zeit, so daß hier kein seelenloses Skapunkgeblubber herauskommt.
Mal dominieren die traditionelleren Klänge, dann gibts auch wieder mal Punkrock auf die Ohren, Singalongs, bei denen man meint, daß ein Pub zum Studio umgebaut worden wäre, aber auch der Rock'n'Roller wird den einen oder anderen vertrauten Klang vernehmen, eine Mixtur, so lecker, wie das Essen, daß die Mama kocht, wenn der Bub am Sonntag mal wieder auf Besuch ist: Man kann eigentlich schon nicht mehr, möchte aber immer noch mehr haben.
Textlich wird eine bemerkenswerte Bandbreite geboten: Liebe, enttäuschte Liebe, "Sex, Alk & Ska", auch seriöse Themen, wie das Schicksal an sich werden vertextet. Auch beachtenswert: "Bastards", daß sich mit dem Hitler-Thema beschäftigt. Als krönenden Abschluß gibts dann "Why Mike Ness is always cool".
Fazit: Gekonnter Stilmix, Punkrock und Ska auf einer CD, am Ende der CD möchte man sagen: "Mama, hast noch an Teller voll ?"

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Too Much Is Not Enough
Worktogether-ezine

"Some real good tunes straight from our hearts, back to the roots - no MTV shit!" Diese Textstelle aus dem Opener "Back Out-O-Space" beschreibt schon ziemlich genau auf was ihr euch mit dem Kauf der neuen BABOONZ-CD eingelassen habt. Die gebürtigen Niederbayern haben ein sau gutes Gespür für schöne Melodien und wissen ganz genau wieviel traditionellen Ska man mit Punkrock mischen darf ohne als Ska-Punk oder einfach Punkband mit Bläserfraktion durchzugehen. Musikalisch hält man sich also eher an die Roots, ohne aber alles was in der Zwischenzeit so in Ska eingeflossen ist zu ignorieren. Für mich ist ausserdem der Frontmann und Sänger Waste ne ganz große Nummer. Diese Stimme passt einfach zur Mucke wie die Faust aufs Auge. Durch die gelungene Produktion kommt man ausserdem in den Genuss eines glasklaren Sounds, sodass man sich auch ohne Booklet einen Reim drauf machen kann wovon denn so gesungen wird. Spass steht dabei natürlich im Vordergrund, aber auch Herz-Schmerz und, wie es sich für eine Black Butcher Band gehört, Politk spielen eine Rolle. Mir bleibt nicht mehr zu sagen als "kauft euch diese CD!". Es lohnt sich!

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Too Much Is Not Enough
Voice of culture

Das ist die dritte "Too much…" Platte die mir spontan einfällt. Zum einen wäre da das 1992 veröffentlichte Livealbum der Specials "Too much too young" und zum anderen die dritte Studioprodultion der schwedischen 3rd Wave Speerspitze Liberator "Too much of everything" aus dem Jahre 2000. Eine Zeit lang habe ich ernsthaft überlegt, ob ich The Baboonz irgendwie zwischen diesen beiden Polen unterbringen könnte, habe mich dann doch dagegen entschieden, so viel Gewalt anzuwenden. Schließlich finde ich bei der jungen Band aus dem Süden Deutschlands noch ganz andere, viel naheliegendere Einflüsse. Ich hätte nämlich den deutlichen Street-Ska Einschlag der Platte völlig außer Acht gelassen. Wen wundert es nach dem Hören der 13 Tracks noch, dass Kollege Kaiser von Scrapy soz. aus der Nachbarschaft angereist kam, um teils die Gitarre zu schwingen und sich teils die Produktionsverantwortung mit Dr. Ring-Ding zu teilen, der seine Posaune natürlich auch nicht im Halfter stecken lässt (und auch mal wie so oft ins Mikro brummt). Jetzt habe ich eine Menge Namen geschwungen und die Liste ließe sich noch erweitern. Wenn ihr mich fragt, ist der Grund für exzessives Name-Dropping meistens der, dass es sehr schwer fällt, den Stil einer Band in Worte zu fassen. Da greift man dann zu einem kleinen Trick und grenzt das Ganze einfach ein. Schöne Sache. Die Band auch. Ska, 2Tone und ein Schuss PunkRock, aber NICHT Ska-Punk, darauf legen die Baboonz wert - zu recht.

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Too Much Is Not Enough
No front teeth

THE BABOONZ mix it all up like crazy, all kinds of speeds and styles thrown together. You got reggae, ska and rocksteady all soaked in simple punk rock and a touch of mod too, sometime heavy and sometimes melodic. Sometimes it's even hard to tell what era they are from which is a cool thing. Their sound spans decades. Don't think for a second that this is ska-punk, this ain't no silly shit, this has got style and soul. It's like a blend of the SPECIALS, THE GADJITS, NY CITIZENS, SLACKERS, NEWTOWN NEUROTICS, ELVIS COSTELLO and THE PIRANHAS... they have a fucking electic sound!! Forget about all that American shit and buy European!! We got all the style!!!!!

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Too Much Is Not Enough
Southspace

Das 3. Werk aus der Ska/Punk-Schmiede der Baboonz lässt den Hörer nicht lange warten und zündet gleich nach den ersten paar Akkorden ordentlich und wie man es von der Band gewohnt ist. Mit "too much is not enough" liegt eine gesunde Mischung aus Ska und Punk mit Reggae- und ab und an richtig knallenden Rockeinlagen die an die späten Liberators erinnern vor. Kein Durchänger, keine Langeweile. Ein Album, dass durchwegs gute Laune verbreitet, abwechslungsreich ist und nebenbei auch noch richtig gute Texte am Start hat. Als Sahnehäubchen obendrauf konnte man für zwei Songs noch den legendären Roddy Byers (Specials), sowie Dr. Ring-Ding verpflichten.
Fazit: Wenn eine Band einen nicht besonders ska-begeisterten Hörer wie mich derart überzeugt, kann´s nicht von schlechten Eltern sein. Für alle diejenigen, die ohnehin schon Freude am Skapunk haben, ist die Scheibe Pflicht

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Too Much Is Not Enough
Rock und Rollbrett

Da flattert mir doch das neue Album der Baboonz mitten im Winter ins Haus und doch stellen sich direkt beim ersten Anhören sommerliche Gefühle ein. Augen zu - am See liegen, die Sonne scheint auf den Bauch, es riecht nach Barbecue, gute Laune und den Herrgott einen guten Mann sein lassen. Noch auf der Suche nach der passenden Musik? Die Suche könnt ihr beenden, denn mit "Too Much Is Not Enough" gibt es das perfekte Album für den nächsten Sommer. Mal ruhige Rocksteady und Two-Tone Töne dann wieder explosiver Punkrockelemente und natürlich immer der charakteristische Offbeat, der einem sofort Lust auf Tanzen macht. Die ideale Mischung, um eine gute Zeit mit Freunden zu haben. Obwohl der Spass eindeutig im Vordergrund bei den Baboonz steht, ist auch für ein paar politische Texte immer noch der ein oder andere Song vorhanden. In "Hooray" wird gesagt, was sie von George Bush's Amerika halten und in "Too Much Is Not Enough" machen sie ihre Abrechnung mit dem Kapitalismus. Einen Gastauftritt hat der allseits bekannte Dr.Ring-Ding bei "A Change For The Better". Die Höhepunkte sind für mich gleich der Opener "Back Out-O Space", "Goodbye" und das fast schon hymnische "No Regrets". Super Album und live sind The Baboonz bestimmt noch mal so gut. Dicker Tip! Cheerio,Ralf

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INTERVIEW
Der Dude

DerDUDE:
Hallo! Mal ein paar Fragen direkt zu euch, wenn ich darf?:
Wie würdet ihr eure Musikrichtung als Ska-Band näher charakterisieren?


The Baboonz:
Einfach nur SKA mit einem ordentlichen Schuss Punkrock, aber kein SKA-Punk. Alles andere sind nur Wortspielereien.

DerDUDE:
Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?


The Baboonz:
Keine Ahnung. Wahrscheinlich Finger im Englischlexikon

DerDUDE:
Welchen Song sollte man sich anhören, um eure Musik am besten kennenzulernen?


The Baboonz:
"Time is right", den man sich auch auf www.madbutcher.de runterladen kann.

DerDUDE:
Hat euch eine Ska-Band /Ska-Persönlichkeit am meisten beeinflußt?


The Baboonz:
Beeinflusst wird man im Ska von sehr vielen verschiedenen sachen, aber die Haupteinflüsse sind bei uns sicher Bosstones, Operation Ivy und Skoidats.

DerDUDE:
Welches ist euer Lieblingssong/ -CD?


The Baboonz:
Da sind die Geschmäcker bei uns glaub ich zu verschieden, um das zu konkretisieren. Aber ein Dauerbrenner ist zur Zeit die neue bosstones "jackknife to a swan" und da der Song "everybody's better".

DerDUDE:
Welche Musikrichtung, neben dem SKA, hat euch am meisten geprägt?


The Baboonz:
Ganz klar Punkrock!!! Und irgendwie alles was mit Gitarre zu tun hat, also von rock'n'roll über Hardcore zu Metal. Und je älter man wird auch immer mehr "echte Musik" wie Swing und Jazz.

DerDUDE:
Gibt es eine Botschaft, die ihr mit eurer Musik vermitteln wollt?


The Baboonz:
Kiffen, Saufen, Weiterfeiern!
Nazifreies Niederbayern!

DerDUDE:
Hat SKA für euch auch eine politische Bedeutung?


The Baboonz:
Musik allgemein hat eine politische Bedeutung, egal ob SKA, punk, hiphop oder Schlager. Mit Musik erreicht man einfach viele Leute, die dir auch wirklich zuhören und sich dann irgendwann auch mal ernsthafte Gedanken darrüber machen, was du da sagst. Vor allem zur Zeit sollte Politik wirklich alle was angehen. Aber Deutschland sucht ja lieber den Superstar.

DerDUDE:
Ein paar Fragen zu euren Konzerten: Was waren eure besten und schlimmsten Konzertorte?


The Baboonz:
Am besten war von der Organisation her bestimmt Open Air Leonberg mit Mark Foggo, von der Anlage übers Essen bis hin zum gepflegten Rausch. So von der Stimmung her sind natürlich die "Heimspiele" am besten wie im Juz Eggenfelden oder im Blamage. Am schlimmsten war eine "school's out - party" in der Flughafenhalle Mühldorf. Während wir aufgebaut haben, was ewig dauerte, weil nix da war, meinten die Veranstalter, wir sollten doch endlich anfangen, weil schon viele Leute da wären, die erst reinkommen, wenn wir zu spielen anfangen. Wir haben dann zu spielen angefangen, aber die Zuschauerzahl stieg nicht über 25 in der rießen Halle. Somit endete das Konzert in einer Polonaise und einem Limbo-Wettbewerb.

DerDUDE:
Auf SKA-Konzerten findet man ja wirklich die unterschiedlichsten Typen. Wie würdet ihr euer Publikum charakterisieren?


The Baboonz:
Das ist immer bunt gemischt: Punx, Skins, Hippies, Normalos. Nur Faschos lassen wir nicht rein.

DerDUDE:
Was spielt ihr als Zugabe (welchen Song)?


The Baboonz:
That Night von unserer CD mit sofort anschließend Time bomb von Rancid

DerDUDE:
Gibt es ein verrücktes Erlebnis auf einer Tour, welches erzählenswert ist?


The Baboonz:
Ja das oben erwähnte Konzert in Mühldorf und dann noch in Bingen auf einem Weinfest, was für uns als Bayern ziemlich hart war, weil da nämlich Bierausschank - Verbot war. Das Konzert eröffneten wir mit einer Ode ans Bier, womit wir gleich die Leute auf unserer Seite hatten. Es war dann noch ein Wahnsinnsabend, da wir bierverwöhnten Mäuler die Wirkung des Weins nicht ganz einschätzen konnten.

DerDUDE:
Mit welcher Band würdet ihr am liebsten zusammen auftreten?


The Baboonz:
Mighty Mighty Bosstones und Rancid, Op Ivy geht ja leider nicht.

DerDUDE:
Was mich schon immer beschäftigt, ist die Frage, wie ihr mit Nazi-Skins auf Konzerten umgeht?


The Baboonz:
Gott sei Dank hatten wir nie welche auf Konzerten, aber wenn doch werd ich einfach meinen Mikroständer auseinanderschrauben und zuerst mit der verdammt schweren Gusseisenplatte nach ihnen schmeißen und den rest mit der Stange verprügeln.

DerDUDE:
Vielleicht noch ein wenig zum Thema Ska-Geschichte?: Es wird häufig von 1-3 Ska-Welle gesprochen. Inwieweit könnt ihr euch damit identifizieren? Was kommt nach der 3. Ska-Welle? Wie seht ihr die Zukunft des SKA?

The Baboonz:
Mit diesem Wellen - Scheiß haben wir gar nix am Hut. Das sind doch nur Kommerz-Erscheinungen. Irgendwann kommt schon wieder jemand, der die 4. Welle einleitet, um sich damit eine goldene Nase zu verdienen.

DerDUDE:
Wie kommt es, eurer Meinung nach, dass sich die meisten jungen Bands entweder in Richtung traditional Ska oder Ska-Punk entwickeln?


The Baboonz:
Die ersteren wahrscheinlich, weil sie Musiker sind und zweitere, weil sie solche nicht sind und zudem noch Spacken. Aber eigentlich geht es hier auch nur um Kommerz.

DerDUDE:
Warum hat es der Ska so schwer, sich zu etablieren? Ist Ska zum ewigen Schlummerdasein verdammt?


The Baboonz:
Ska ist wahrscheinlich deshalb zu ewigem Schlummerdasein verdammt, weil es halt wirklich einfach immer das gleiche ist. Und dieses immer gleiche wird dann immer wieder kopiert. Kaum einer lässt sich noch was neues einfallen. Was auch an der eine Frage vorher erklärten Entwicklung zusammenhängt.

DerDUDE:
Letztlich noch ein paar allgemeine Fragen: Welche Band / Ska-CD würdet ihr den Surfern/Ska-People besonders ans Herz legen wollen? (Mal abgesehen von euren eigenen ;-)

The Baboonz:
Alles von Mighty Mighty Bosstones, Rancid und Mano Negra, außerdem SCRAPY "Saturday Night..."

DerDUDE:
Wen würdet ihr als den "Godfather of Ska" bezeichnen?


The Baboonz:
Wahrscheinlich schon der, der sich auch selbst so bezeichnet: Laurel Aitken

DerDUDE:
Welche SKA-Page würdet ihr den Surfern im Netz besonders empfehlen? Welche Favoriten habt ihr?


The Baboonz:
www.madbutcher.de, auf der Seite gibt's viel zum anhören und anschauen, einen Shop, wo ihr allesmögliche erwerben könnt, und jede Menge Links gibt's auch.

DerDUDE:
Was steht an nächsten Projekten/ Konzerten an? Wird es eine neue CD geben? Wann kommt sie raus und was wird auf uns zukommen?


The Baboonz:
Bei uns steht jetzt erstmal spielen, spielen, spielen aufm Plan. Neue Aufnahmen wird's frühestens im Herbst/Winter 2003 geben, dann wahrscheinlich eine 7". Ein neues Album gibt's dann wahrscheinlich erst im Sommer/Herbst 2004.

DerDUDE:
Platz für eure Kommentare ....


The Baboonz:
Geht auf Konzerte, kauft Platten, verkloppt Nazis und anderes Dummvolk.
Support your local punkrockscene !!!!!

DerDUDE:
Ich danke euch für dieses informative Interview!


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Konertbericht "Filter"

Grandios, grandios! Selten so einen netten Abend in der Mälze erlebt. Alle (nun ja, fast alle) Beteiligten gingen mit einem Lächeln nach Hause, denn die Stimmung war wirklich äußerst familiär an diesem lustigen Abend in der Mälze. Hinten im Backstage dagegen war die Stimmung zunächst einmal leicht angespannt, da 3 Jungs vom Opener "BABOONZ" im Stau feststeckten und so der Konzertbeginn leicht nach hinten rückte. Nichtsdestotrotz hatten die 8 Paviane die Mälze kurz nach Betreten der Bühne voll im Griff. Mit energetischem Ska und ordentlich Dampf unterm Arsch brachte die Crew den Saal zum Skanken, die Schinken zum Shaken und auch die Statements von King Louis Wast stießen auf reichliche Begeisterung. Nach dem äußerst gelungenen Einstieg hatten es die Radioten um Mastermind Dr. Woggle verhältnismäßig einfach, die Menge auf ein Neues zum Tanzen zu bringen. Gute-Laune-Ska mit viel jamaikanischem Soul, sauber gespielt und ohne viele Schnörkel ging den meisten schnell ins Blut und in die Füße. Die Herren ließen sich dann auch nicht lange bitten und feuerten eine um die andere Zugabe ins Publikum, das freudig mitging und sichtlich Spaß hatte. Nach knapp 2 Stunden war dann auch mal Feierabend und wer immer noch nicht genug hatte , ging zusammen mit den Bandmembers noch zum Dancen in den Keller, denn dort war Tanzeria angesagt.

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Konzertbericht "Love an Peace Kruzifix"
Outknocked

Die nächste Band des Abends waren The Baboonz aus Pfarrkirchen. Die Gruppe spielt schnellen Ska, teilweise mit punkigen Elementen. Ska-Punk kann man meines Eachtens dazu nicht sagen, da ich bei dieser Bezeihnung an die Bosstones oder die Voodoo Glow Skulls denke. Der Sänger war mir auf jeden Fall sehr sympathisch, wie er so alle Ansagen in schönem Bairisch vorgetragen hat. Und sein Spruch "Kiffen, Saufen, Weiterfeiern für ein Nazi-freies Niederbayern!" hat es mir auch angetan. Während des Baboonz-Konzertes wurde auf jeden Fall gut das Tanzbein geschwungen und es herrschte eine ziemlich gute Stimmung. Zum Schluss wurde noch mit dem Song "Congratulations" der Band Cashless (Tip! Feiner Streetpunk aus Bayern mit englischen Texten) gehuldigt, wobei ein Cahsless-Mitglied den Gesang unterstützte. An dieser Stelle will ich euch den 28.03.03 ans Herz legen, wo im Cafe Marat/München die Record-Release-Party von den Baboonz statt findet und die Band zusammen mit Scrapy auftritt.

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Konzertbericht "Cafe Marat" 28.03.2003
Outknocked

... Als letzte Band des Abends betraten die Baboonz die Bühne. Ich fand die Band schon früher genial aber die werden echt jedes Mal besser. Fetziger und extrem tanzbarer Ska mit Punkrock Einlagen jenseits von Skapunk a la Rantanplan oder ausgelutschtem 2-Tone.
Sie geben auch immer Politische Statements ab z.B. über Bush oder Stoiber, allerdings ohne dies zu übertreiben. (aber wer kann schon die Junge Union ausstehen?!) Man konnte dieses Mal sogar einigermaßen tanzen, Poger waren in der Unterzahl!!!
Fazit: Dieser Abend war echt gelungen!
P.S.: Von wegen Schlägerei. Da lag den ganzen Abend im Gang so ein fetter Assi mit Jeansjacke im Gang total besoffen auf der Couch. Als ich nach dem Konzert draußen an der frischen Luft war, kam dieser riesige Fettsack rausgetorkelt und wollte sich anscheinend mit irgendjemanden Prügeln, dabei holte ein nach hinten aus und schon hatte der Kai ein blaues Auge. Die Situation eskalierte dann zwar nicht, aber ich musste schon erst mal schlucken als ich sah, dass der so ein Pitbullartiges Viech an der Leine hatte.

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Konzertbericht "Cafe Marat" 28.03.2003
Southspace

... Zum Schluss präsentierten schließlich noch die Herren von den Baboonz ihre zündende Mischung aus Ska und Punkrock. Sehr positiv: Nicht nur Ska-tralala Lieder, sondern auch mal ein paar Knaller bei denen kräftig in die Saiten gehauen wurde. Den meisten Münchnern dürfte die Band eh schon bekannt sein. Hier bekommt man sowohl reine Stimmungshits, als auch ernste Songs geboten. Trotz der vielen Alkoholleichen waren anscheinend doch immer noch genug Leute da, um ordentlich mit der Band Party zu machen. Die Tanzfläche war nun auf jeden Fall voll und es war gar eine Freude das gut gelaunte Publikum mit anzusehen. Ich war leider schon viel zu betrunken zum tanzen und zum Affen muss man sich ja auch nicht unbedingt machen ;-) Die Show hat mir aber sehr gut gefallen, bitte mehr davon!
Fazit: Für 4 Euro so ein gelungenes Konzert, das gelob ich mir! Sehr schön.

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